Großbritannien
Fokussierung auf Drohnen: Regierung stellt Plan für zusätzliche Verteidigungsausgaben vor
Großbritannien stellt die Drohnenproduktion in den Mittelpunkt künftiger Rüstungsbeschaffung. Allein ein Drittel der zusätzlichen Finanzspritzen von 15 Milliarden Pfund (17,4 Mrd. Euro) soll bis 2030 in unbemannte Fahrzeuge, Boote und Flugkörper investiert werden. Die neuen Ausgaben kommen „einem Generationensprung für unsere Streitkräfte“ gleich.
Der britische Premier Keir Starmer verspricht zusätzliche Gelder für die Anschaffung von Drohnen Foto: Stefan Rousseau/Pool/AFP
Demonstrativ war der scheidende Labour-Regierungschef nach Maidenhead westlich von London gereist, wo die Drohnenfirma Malloy Aeronautics ihren Sitz hat. Diese Technik habe die Konflikte in der Ukraine sowie im Nahen Osten fundamental verändert, erläuterte Starmer. Alle Waffengattungen sollen von der Fokussierung profitieren, nicht zuletzt die Royal Navy, deren Minensuchsystem schon jetzt auf unbemannten Booten ober- und unterhalb der Wasseroberfläche beruht. Dafür muss die Marine auf die geplante Modernisierung ihrer Zerstörer-Flotte (Typ 83) sowie auf fünf Fregatten vom Typ 32 verzichten.
Ausdrücklich wies Starmer auf die mit Japan und Italien entwickelten Pläne für das neue Kampfflugzeug Tempest hin. Im Rahmen des GCAP-Programms waren von vornherein Drohnenschwärme zur Unterstützung des weiterhin bemannten Jets vorgesehen. Zusätzlich soll nun der seit 30 Jahren im Einsatz befindliche Eurofighter Typhoon Unterstützung durch unbemannte Begleitflugzeuge erhalten.