Österreich

Festnahme des Skandalvideo-Produzenten beschert ÖVP willkommene Ablenkung

Die Festnahme jenes Mannes, der dem FPÖ-Chef 2017 auf Ibiza eine Videofalle gestellt und damit zwei Jahre später die türkis-blaue Koalition in Wien gesprengt hatte, könnte zur Freude der ÖVP dem Ibiza-Ausschuss eine neue Wendung verleihen.

Der ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist mittlerweile im politischen Nirwana eingegangen

Der ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist mittlerweile im politischen Nirwana eingegangen Foto: Herbert Neubauer/APA/dpa

Da die FPÖ momentan ohnehin am Boden liegt und ihr Ex-Vorsitzender Heinz-Christian Strache nach dem gescheiterten Comeback-Versuch bei der Wiener Landtagswahl endgültig ins politische Nirwana eingegangen ist, ging es im parlamentarischen Untersuchungsausschuss bisher zum Ärger der ÖVP hauptsächlich um mutmaßlich korrupte Machenschaften der Kanzlerpartei. Die ÖVP-Opferthese, wonach sie von korrupten Anwandlungen ihres Koalitionspartners nichts ahnte und unschuldig zum Handkuss kam, versuchen Oppositionsvertreter im Ausschuss mit vielen Indizien zu dekonstruieren. Der Effekt: Beim Thema Ibizagate wird nur noch am Rande über FPÖ-Malversationen gesprochen, sondern hauptsächlich spekuliert, wie viel Dreck die Truppe von Kanzler Sebastian Kurz am Stecken hat.

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