Deutschland

Fast zwei Jahre nach der Gründung: Vom Höhenflug und jähen Absturz der Sahra Wagenknecht

Vor knapp zwei Jahren hat sich Sahra Wagenknecht neu erfunden: Sie gründete eine Partei, die ihren Namen trug und auch sonst gänzlich auf sie zugeschnitten war. Es folgte ein bemerkenswerter Höhenflug – und ein tiefer Fall. Die Geschichte einer Ausnahmepolitikerin.

Sahra Wagenknecht und ihr auserwählter Nachfolger an der Parteispitze, Fabio de Masi (l.)

Sahra Wagenknecht und ihr auserwählter Nachfolger an der Parteispitze, Fabio de Masi (l.) Foto: Tobias Schwarz/AFP

Sahra Wagenknecht zieht sich aus der ersten Reihe der Politik zurück. Mit Rückfahrticket im Erfolgsfall. So kann man die Ansage der BSW-Chefin am Montag in Berlin verstehen. Sie werde beim Bundesparteitag Anfang Dezember nicht erneut für den Parteivorsitz kandidieren und sich stattdessen als Vorsitzende einer neuen BSW-Grundwertekommission um die Schärfung des inhaltlichen Profils kümmern. Ihr Nachfolger an der BSW-Spitze soll der Europaabgeordnete Fabio de Masi werden. Sollte die Partei aber mit ihrem Einspruch zur Bundestagswahl Recht bekommen und doch ins Parlament einziehen, soll Wagenknecht Fraktionschefin werden. Es ist ein Rückzug auf Raten, der dem BSW gefährlich werden könnte.

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