Österreich

FPÖ und KPÖ triumphieren bei Salzburger Landtagswahl

Ein dramatisches Erstarken der politischen Ränder rechts und links hat die Salzburger „Dirndl“-Koalition aus ÖVP, Grünen und Neos das Leben gekostet. Außer FPÖ und KPÖ haben alle Parteien Stimmen verloren.

Mit Slogans wie „Wohnen darf nicht arm machen“ erzielte die KPÖ mit ihrem Spitzenkandidaten Kay-Michael Dankl 21,5 Prozent in der Stadt Salzburg 

Mit Slogans wie „Wohnen darf nicht arm machen“ erzielte die KPÖ mit ihrem Spitzenkandidaten Kay-Michael Dankl 21,5 Prozent in der Stadt Salzburg  Foto: APA/dpa/Barbara Gindl

„Wir haben gewonnen“ – fast trotzig wiederholt Landeshauptmann Wilfried Haslauer in allen Interviews seine euphemistische Sicht des Desasters. Seine ÖVP hatte zwar bei der Landtagswahl am Sonntag Platz eins behauptet, war aber um 7,4 Prozentpunkte auf 30,4 Prozent abgestürzt. Die Grünen mussten mit 8,2 Prozent (minus 1,1) ebenfalls Federn lassen. Der dritte Regierungspartner, die liberalen Neos, scheiterte mit 4,2 Prozent (minus 3,1) gleich an der Fünf-Prozent-Hürde. Vom Tief der Regierungsparteien profitierte nicht die um weitere 2,1 Punkte auf ein Rekordtief von 17,9 Prozent gesunkene SPÖ, sondern wie schon bei den vorangegangenen Landtagswahlen in Tirol, Niederösterreich und Kärnten die FPÖ. Die Rechtspopulisten verbuchten mit 25,7 Prozent ein Plus von 6,9 Punkten.

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