Standpunkt

Europa im Fadenkreuz von Trump

Das diesjährige Weltwirtschaftsforum in Davos strotzte nur so vor kreativen Ideen, wie man den Planeten retten, die Ungleichheit verringern und dringende Sicherheitsfragen angehen könnte. Vor allem aber wurde deutlich, wie deprimiert die Europäer über ihre Wirtschaft und insbesondere über Donald Trump sind.

Angesichts der Drohungen Trumps und der wachsenden Konkurrenz aus China täten die europäischen Regierungen gut daran, ihren Regulierungseifer zu zügeln

Angesichts der Drohungen Trumps und der wachsenden Konkurrenz aus China täten die europäischen Regierungen gut daran, ihren Regulierungseifer zu zügeln Foto: AFP/Mandel Ngan

Ihre Besorgnis ist nicht unbegründet: Trump stellt in dreierlei Hinsicht eine existenzielle Bedrohung für Europa dar. Erstens besteht er darauf, dass Europa die volle Verantwortung für seine eigene Verteidigung übernehmen muss – eine Forderung, die für viele politische Führer schwer nachvollziehbar ist. In seiner Rede in Davos, die er aus der Ferne von Washington aus hielt, forderte Trump die europäischen Regierungen erneut auf, die Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des BIP zu erhöhen. Angesichts der Tatsache, dass viele EU-Länder wie Italien bereits damit zu kämpfen haben, das Zwei-Prozent-Ziel zu erreichen, zu dem sie sich während der Präsidentschaft von Barack Obama verpflichtet hatten, ist klar, warum Trumps Forderung für große Unruhe sorgt.

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