Bulgarien/Rumänien
Euro-Einführung und Sparkurs bestimmen die Konjunkturerwartungen
Mit unterschiedlichen Erwartungen ziehen zwei Donau-Nachbarn im Südosten ins kommende Jahr. Während Bulgarien sich von der Euro-Einführung einen Wachstumsschub erhofft, kann Rumänien wegen seines harten Sparkurses zur Reduzierung des Defizits nur auf eine allmähliche Wirtschaftserholung hoffen.
Ilie Bolojan, rumänischer Regierungschef, zeigt Erleichterung über Brüssels Fortsetzung der EU-Finanzierung Foto: Georg Hochmuth/APA/AFP
In der Not freuen sich sorgengeplagte Bäckermeister und Würdenträger auch über kleine Erfolgsbrötchen. Zwar hat die EU-Kommission das eingeleitete Defizitverfahren gegen Rumänien wegen der hohen Neuverschuldung nicht eingestellt, sondern hält es zunächst „in der Schwebe“. Doch reagiert Premier Ilie Bolojan (PNL) erleichtert auf die Kunde, dass Brüssel auf die erwogene Aussetzung von EU-Geldern vorläufig verzichtet. Dies sei eine „Bestätigung“, dass das Land mit dem harten Sparkurs „in eine korrekte Richtung“ gehe: „Wir müssen auf diesem Weg weitermachen.“