Urteil
EuGH kippt EU-Bescheid über Steuernachzahlungen von Versorger Engie
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Der französische Energieversorger Engie hat sich vor Gericht im Streit um einen EU-Bescheid über Steuernachzahlungen in Höhe von 120 Millionen Euro an Luxemburg durchgesetzt. Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) kippte am Dienstag eine Entscheidung einer unteren Instanz aus dem Jahr 2021. Die EU-Kommission, die auch als EU-Wettbewerbsaufsicht fungiert, hatte 2018 eine Sonderbehandlung des französischen Konzerns im Großherzogtum ausgemacht, der damit seine Steuerlast künstlich gedrückt habe. Die Vereinbarung mit Luxemburg habe dazu geführt, dass Engie ein Jahrzehnt lang nur 0,3 Prozent Steuern auf bestimmte Gewinne im Großherzogtum gezahlt habe.