Weißrussland

Erste Risse in den Stützen von Lukaschenkos System

In Weißrussland gewinnen die Proteste trotz massiver Repressionen immer mehr Zulauf. In Dutzenden von Städten bildeten weiß gekleidete Frauen schon in den Morgenstunden Menschenketten gegen die Gewalt der Sicherheitskräfte.

Botschafter vor allem aus europäischen Staaten, mit an der Spitze dem Vertreter der Europäischen Union in Belarus, Dirk Schuebel (M.), unterstützten gestern indirekt die Proteste, indem sie sich zu dem Ort begaben, an dem ein Demonstrant am Montag gestorben ist

Botschafter vor allem aus europäischen Staaten, mit an der Spitze dem Vertreter der Europäischen Union in Belarus, Dirk Schuebel (M.), unterstützten gestern indirekt die Proteste, indem sie sich zu dem Ort begaben, an dem ein Demonstrant am Montag gestorben ist Foto: AFP/Sergei Gapon

„Wir sind keine Schafe, sind nicht drogensüchtig und sind nicht arbeitslos“, stand auf manchen Mini-Transparenten. Mit solchen Worten hatte der Autokrat Alexander Lukaschenko den Wahlstab der inzwischen nach Litauen geflüchteten Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskajas und die Demonstranten beschimpft. Selbst vor dem Palast der Republik auf dem zentralen Oktoberplatz im Minsker Regierungsviertel konnte sich am Donnerstag eine solche Frauen-Solidaritätsmauer bilden. Bereits am Nachmittag formierten sich daraus erste Demonstrationszüge.

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