Österreich
Erst nach Wiener Anschlag schließt Regierung Salafisten-Moscheen
Es mussten erst vier Menschen sterben, ehe in Österreichs Salafistenszene durchgegriffen wird: Vier Tage nach dem Wiener Anschlag wurden gestern in Wien zwei als Dschihadisten-Brutstätten bekannte Moscheen geschlossen.
Die gestern geschlossene Tewhid-Moschee in Wien-Meidling Foto: AFP/APA/Georg Hochuth
Es wirkte wie ein Entlastungsangriff zugunsten des massiv unter Druck geratenen Innenministers Karl Nehammer (ÖVP): Gemeinsam mit ihrem Parteifreund trat Integrationsministerin Susanne Raab am Freitag vor die Presse, um die Schließung zweier Wiener Moscheen zu verkünden, in denen der Montagabend erschossene Terrorist Kujtim Fejzulai verkehrte. Ausdrücklich dankte sie Nehammer für den hochprofessionellen Einsatz der Polizei am Abend des Anschlags sowie für die Zusammenarbeit seither.