Deutschland
Ermahnungen im Ampel-Zoff: „Der öffentliche Streit in der Koalition muss aufhören“
Der deutsche Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck hat die momentane Leistung der Bundesregierung scharf kritisiert. Jetzt ruft nicht nur der SPD-Chef zur Mäßigung in der Ampel auf. Alle Augen richten sich auf den Koalitionsausschuss am Wochenende.
(v.l.) Robert Habeck, Olaf Scholz und Christian Lindner: Ein Koalitionsausschuss soll am Wochenende die Wogen wieder glätten Foto: AFP/Odd Andersen
Zuvor hatte Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Dienstagabend in der ARD in einem bemerkenswerten Interview scharfe Kritik am Umgang in der Koalition geäußert. Klingbeil sagte dazu: „Wir haben uns große Ziele gesteckt mit dem Koalitionsvertrag. Die sind durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine auch noch dringlicher geworden, etwa in der Energieversorgung und dem Klimaschutz. Daran werden wir als Regierung gemessen, und dafür müssen wir in einen anderen Arbeitsmodus kommen. Das ist ein Appell an alle drei Parteien in der Regierung. Diese öffentlichen Auseinandersetzungen müssen jetzt aufhören.“ Für die SPD jedenfalls habe er diese „klare Erwartung“.