Australien
Epidemie „Schulverweigerung“: Die kranken Kinder von Melbourne
262 Tage – verteilt über 20 Monate – verbrachten die Bewohnerinnen und Bewohner von Melbourne während der Hochphase der Pandemie im Lockdown. Die australische Stadt rettete mit ihren strengen Restriktionen tausenden Menschen das Leben, doch die Maßnahmen haben die Stadt zum Epizentrum einer neuen Erkrankung werden lassen.
262 Tage, verteilt über 20 Monate, verbrachten die Einwohner von Melbourne während der Hochphase der Pandemie im Lockdown Foto: Unsplash/Mitchell Luo
Melbourne hatte während der Corona-Pandemie den längsten und einen der strengsten Lockdowns der Welt. Dadurch konnten unzählige Menschenleben gerettet werden. Doch die strengen Restriktionen – die Einwohnerinnen und Einwohner durften ihre Häuser nur aus „essenziellem Grund“ verlassen und mussten einen Fünf-Kilometer-Radius und nächtliche Ausgangssperren einhalten – haben bis heute Auswirkungen auf einen Teil der Bevölkerung. So berichtete der australische Sender Channel 9 in seiner Sendung „Sixty Minutes“, dass eine ganze Generation von Schulkindern inzwischen „zu ängstlich“ sei, nach draußen zu gehen.