Konflikte

Eiszeit zwischen Spanien und Israel: Eine diplomatische Krise eskaliert

Die Beziehungen zwischen Spanien und Israel haben einen neuen Tiefpunkt erreicht. Nachdem Ministerpräsident Pedro Sánchez Israel wegen der Lage in Gaza und auch wegen der Angriffe auf den Iran kritisierte und die sofortige Aussetzung des Assoziierungsabkommens mit der EU forderte, reagierte Israels Botschaft in Madrid mit ungewöhnlich drastischen Worten und warf Spanien einen „antiisraelischen Kreuzzug“ vor.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez zählt zu den schärfsten Kritikern der Vorgehensweise der israelischen Regierung innerhalb der EU

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez zählt zu den schärfsten Kritikern der Vorgehensweise der israelischen Regierung innerhalb der EU Foto: AFP/Pierre-Philippe Marcou

Spaniens Außenministerium bestellte daraufhin den Geschäftsträger der israelischen Botschaft in Madrid ein – bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen. Ein Zeichen, dass die Spannungen steigen. Ein regulärer israelischer Botschafter ist seit Mai 2024 nicht mehr in Madrid. Israel hatte ihn aus Protest gegen Spaniens offizielle Anerkennung Palästinas als unabhängigen Staat abgezogen. Spanien zählt zu den schärfsten Kritikern der israelischen Regierung innerhalb der EU.

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