Großbritannien
„Eine Kloake schmutzigen russischen Geldes“
Die Opposition in Großbritannien findet, dass Boris Johnson nicht energisch genug gegen Oligarchen vorgeht. Wäre es nicht auch an der Zeit, in London selbst aufzuräumen?
Fußgänger im Londoner Winter: Die britische Hauptstadt ist auch bei reichen Russen äußerst beliebt Foto: AFP/Justin Tallis
Fünf russische Banken hat die britische Regierung unter Premier Boris Johnson mit Sanktionen belegt, dazu drei milliardenschwere Oligarchen, die in Moskau und in der Schweiz leben. Schön und gut, findet Ian Blackford von der schottischen Nationalpartei SNP im Unterhaus – aber wäre es nicht auch an der Zeit, in London selbst aufzuräumen? Schließlich erstrecke sich durch die britische Hauptstadt „eine Kloake schmutzigen russischen Geldes“, Milliarden würden im Finanzzentrum City gewaschen. Und der regierenden Tory-Partei hätten die Oligarchen allein seit Johnsons Amtsantritt im Juli 2019 2,4 Millionen Pfund (2,88 Millionen Euro) zukommen lassen.