Parlamentswahl

Ein europäischer Blick nach Finnland

Zum sechsten Mal führen die Finnen in Folge den Titel des „glücklichsten Landes der Welt“. Regierungschefin Sanna Marin schien das strahlend zu beweisen. Doch mit ihr wurden die glücklichen Finnen nicht wirklich glücklich: Sie verlor die Parlamentswahl am Wochenende.

V.l.: die bisherige sozialdemokratische Regierungschefin Sanna Marin, Riikka Purra von der Finnenpartei und Wahlsieger Petteri Orpo 

V.l.: die bisherige sozialdemokratische Regierungschefin Sanna Marin, Riikka Purra von der Finnenpartei und Wahlsieger Petteri Orpo  Foto: Heikki Saukkomaa/Lehtikuva/AFP

Das Ergebnis der Wahlen vom Wochenende brachte eine in Finnland kaum für möglich gehaltene Premiere in der 116-jährigen Wahl-Geschichte. Aber anders als von den Beobachtern im Rest der EU vermutet, hing sie nicht mit dem vom Nachbarn Russland begonnenen Angriffskrieg gegen die Ukraine, nicht mit dem unmittelbar bevorstehenden Beitritt Finnlands zur NATO und auch nicht mit der Popularität der international glänzenden Regierungschefin Sanna Marin zusammen: Erstmals wurden alle drei führenden Volksparteien gestärkt. Allerdings tauschten dabei die oppositionelle konservative Sammlungspartei und die regierenden Sozialdemokraten die Plätze eins und drei. Die Regierungsbildung wechselt somit auch von Marin zum konservativen Ex-Finanzminister Petteri Orpo.

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