„Es regnete verkohlte Blätter“

Ein Jahr nach den Jahrhundertfeuern in Australien

Vor einem Jahr wüteten verheerende Buschbrände in Australien und hinterließen tiefe Narben in der Landschaft. Über drei Milliarden Tiere – so schätzen Forscher – kamen ums Leben. Zwölf Monate später zeigt die Natur jedoch ihre Widerstandskraft. Neues Leben sprießt.

Kängurus auf der Flucht im Januar 2020: Australienweit verbrannten über 17 Millionen Hektar Land, rund drei Milliarden Tiere und über 30 Menschen kamen ums Leben

Kängurus auf der Flucht im Januar 2020: Australienweit verbrannten über 17 Millionen Hektar Land, rund drei Milliarden Tiere und über 30 Menschen kamen ums Leben Foto: AFP/Saeed Khan

Die Geschäfte in Blackheath, einem kleinen Ort in den Blue Mountains westlich von Sydney, sind zum Bersten voll. Alle wollen vor Weihnachten noch ein paar Einkäufe erledigen. Covid ist besiegt und der feuchte Sommeranfang verspricht weniger Brände. Noch vor einem Jahr war die Situation eine völlig andere. „Der 20. Dezember war der schlimmste Tag für Blackheath“, erinnert sich Kathy Butler, die seit zwölf Jahren in Blackheath wohnt. Mehrere große Feuersbrünste hatten sich vereint und bedrohten die 4.000-Seelen-Gemeinde. „Der Rauch war so dicht, dass man ohne Maske nicht mehr atmen konnte“, sagt die Australierin, die als Rangerin für den Blue-Mountains-Nationalpark arbeitet.

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