Großbritannien

Ein Jahr nach dem Wahlsieg kämpft Premier Starmer mit den Medien und seiner Partei 

Keir Starmer hat vor zwölf Monaten mit einem klaren Sieg die britischen Unterhauswahlen gewonnen und Labour zurück an die Regierung geführt. Doch der 62-Jährige kämpft seither mit hausgemachten Fehlern, wirtschaftlichen Altlasten und gnadenloser Kritik – während außenpolitische Erfolge kaum von der innenpolitischen Misere ablenken können.

Die politische Unerfahrenheit des Teams von Premierminister Keir Starmer und Finanzministerin Rachel Reeves hat sich zu oft bemerkbar gemacht 

Die politische Unerfahrenheit des Teams von Premierminister Keir Starmer und Finanzministerin Rachel Reeves hat sich zu oft bemerkbar gemacht  Foto: AFP/Jack Hill

An diesem Samstag jähren sich zwei bedeutende Ereignisse in der politischen Geschichte Großbritanniens. 80 Jahre ist es her, dass sensationell Labour die erste Wahl nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa gewann. Parteichef Clement Attlee musste wegen der erst langsam eintrudelnden Wahlurnen der in Übersee stationierten Soldaten gut drei Wochen auf seine Amtsübernahme von Kriegspremier Winston Churchill warten. Hingegen dauerte es im vergangenen Jahr lediglich einen Tag nach dem klaren Wahlsieg der Arbeiterpartei, bis am 5. Juli Premierminister Keir Starmer die Arbeit aufnehmen konnte.

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