Spanien

Ein Horror-Mord brachte die Wende – vom Macho-Land zum Vorreiter gegen Männergewalt

Ein brutaler Femizid veränderte Spanien: Nach dem Mord an Ana Orantes verabschiedete das Land 2004 ein wegweisendes Gesetz gegen Männergewalt. Es rettete Leben, stärkte Opfer und machte Spanien zum Vorbild im Kampf gegen Machismus.

Demonstrantinnen in Madrid am Weltfrauentag: „No al machismo, no a la explotación“

Demonstrantinnen in Madrid am Weltfrauentag: „No al machismo, no a la explotación“ Foto: AFP

„Machismus findet sich nicht nur in einer dunklen Gasse in der Nacht“, sagt Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez. „Sondern auch hinter den Wänden eines Schlafzimmers am helllichten Tag, am Arbeitsplatz und leider sogar in den Algorithmen der künstlichen Intelligenz.“ Spanien galt früher als Hochburg des Machismus, der männlichen Überheblichkeit. Heute ist das südeuropäische Land Vorreiter im Kampf gegen Macho-Verhalten und Männergewalt gegen Frauen. Dazu trug ein als vorbildlich geltendes Gesetz gegen geschlechtsspezifische Gewalt bei, das schon vor 20 Jahren in Kraft trat und nun von immer mehr europäischen Staaten kopiert wird.

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