Großbritannien
Eilige Charme-Offensive des „Britain Trump“
Nach tagelangem Schweigen reagierte die britische Regierung am Wochenende rasch auf die Nachrichten aus Washington. Premier Boris Johnson gratulierte nicht nur Joe Biden „zu seiner Wahl als Präsident der Vereinigten Staaten“, sondern ausdrücklich auch Kamala Harris zu „ihrem historischen Erfolg“. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit „unserem wichtigsten Verbündeten“ in Bereichen wie Klimawandel, Handel und Sicherheit.
Premierminister Boris Johnson gratulierte dem gewählten Präsidenten gestern in einer Videobotschaft Foto: dpa/PA Wire/Pa Video
Der frühere Außenminister Johnson ist dem früheren Vizepräsidenten Biden nie persönlich begegnet. Auch sonst haben die Regierungsspitze und Londons Diplomaten in Washington kaum persönliche Kontakte ins Lager der Demokraten. Das hängt nicht zuletzt mit deren tiefer Skepsis gegenüber „Britain Trump“ zusammen, wie Wahlverlierer Donald Trump den Engländer im vergangenen Jahr zärtlich tituliert hat.