Großbritannien

Eiertanz der Labour-Regierung: Hochemotionale Debatte um das richtige Vorgehen im Gaza-Konflikt

Auf Londons Straßen protestieren immer mehr Menschen, denen die Verdammung des Kriegs im Gaza-Streifen seitens der Labour-Regierung nicht weit genug geht. Die hat sich mit dem Verbot der Aktivistengruppe Palestine Action in eine schwierige Lage manövriert.

Protest zur Unterstützung der Aktivistengruppe Palestine Action: Ein Demonstrant wird von der Polizei abgeführt

Protest zur Unterstützung der Aktivistengruppe Palestine Action: Ein Demonstrant wird von der Polizei abgeführt Foto: AFP

Die Stadt liegt im tiefen Sommerfrieden, zwischen Parlament und Buckingham-Palast sind vor allem Touristen unterwegs. An diesem Wochenende aber werden Tausende durchs Londoner Zentrum ziehen und die Labour-Regierung unter Premierminister Keir Starmer verdammen. Es geht, wieder einmal, um die richtige Politik gegenüber Israel und seinem Krieg im Gaza-Streifen. Der Regierungschef selbst gönnt sich nicht einmal während der Parlaments- und Schulferien eine Pause. Zu Wochenbeginn freute sich Starmer mit jungen Musikern über eine neue Regierungssubvention, die den Musikunterricht in britischen Staatsschulen unterstützen soll – der 62-Jährige war in seiner Schulzeit selbst ein talentierter Querflötist. Am Dienstag Abend präsidierte er einer Sitzung seines Parteivorstandes. Und wie stets in den vergangenen Monaten stand auch diesmal das Thema Gaza auf der Tagesordnung.

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