Vor Gipfeltreffen

EU streitet über Ukraine-Hilfe und Russland-Sanktionen

Diesmal sind es nicht nur die üblichen Verdächtigen: Zwei Kernländer der EU, Belgien und Österreich, stellen sich in der Ukraine-Politik quer. Österreich blockiert neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland, Belgien erhebt Einwände gegen weitere Milliarden-Hilfen für die Ukraine. Es geht um 140 Milliarden Euro, die finanzielle Stabilität in der Eurozone – und eine mögliche Staatspleite.

Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha (r.) empfing gestern die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas in Kiew

Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha (r.) empfing gestern die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas in Kiew Foto: Sergei Supinsky/AFP

„Wenn wir nicht helfen, droht der finanzielle Kollaps der Ukraine“: Mit diesen drastischen Worten beschreibt ein EU-Beamter die Lage. Schon im zweiten Quartal 2026 könne Kiew zahlungsunfähig werden. In den nächsten beiden Jahren fehlen dem ukrainischen Staat nach IWF-Schätzungen 60 Milliarden US-Dollar (51 Milliarden Euro). Für Waffen und Munition kämen wohl mindestens 80 Milliarden Euro hinzu.

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