Corona-Krise

EU hilft Ungarn mehr als Italien

Die ersten EU-Hilfen gegen die Corona-Krise erreichen offenbar die Falschen. Ausgerechnet Ungarns autoritärer Regierungschef Viktor Orban darf sich über eine Finanzspritze von 5,6 Milliarden Euro freuen – dabei ist sein Land von der Krise kaum betroffen. Das schwer gebeutelte Italien erhält hingegen nur 2,3 Milliarden. Auch Spanien schneidet mit 4,1 Milliarden schlechter ab als Ungarn.

Orban-Ansprache über das Laptop: Der Verteilungsschlüssel, der Ungarn besser dastehen lässt als die gebeutelten Länder Italien und Spanien, erhitzt die Gemüter 

Orban-Ansprache über das Laptop: Der Verteilungsschlüssel, der Ungarn besser dastehen lässt als die gebeutelten Länder Italien und Spanien, erhitzt die Gemüter  Foto: AFP/Attila Kisbenedek

Dies geht aus einer Aufschlüsselung der EU-Kommission hervor. Die Brüsseler Behörde wollte die Zahlen auf Nachfrage zunächst nicht kommentieren. Über die „Extramilliarden“ für Orban hatte zuerst der Spiegel berichtet. Nach Angaben des Magazins sei die Entscheidung in Brüssel bereits am 13. März gefallen, das Europaparlament habe im Eilverfahren zugestimmt.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Ungarn

Am Samstag nimmt die neue Tisza-Regierung in Budapest ihre Arbeit auf

France

La gauche non-LFI en quête d’un candidat d’union pour 2027

Spanien

Teneriffa rüstet sich für das Hantavirus-Schiff – WHO sieht keinen Beginn einer neuen Pandemie

;