NATO-Sondersitzung geplant
EU droht Russland nach Vergiftung Nawalnys offen mit Sanktionen
Der Kreml weist eine Verwicklung in die Vergiftung des Oppositionellen Alexej Nawalny zurück. Die EU erhöht nun den Druck auf Moskau, zur Aufklärung beizutragen.
Das Bettenhochhaus der Berliner Charité ist am Morgen hinter dem Bundeskanzleramt zu sehen. In der Klinik wird der russische Oppositionelle Nawalny behandelt. Ärzte der Berliner Charité gehen davon aus, dass der Kremlkritiker vergiftet wurde. Foto: Christoph Soeder/dpa
Die EU hat Russland nach der Vergiftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny offen mit Sanktionen gedroht. In einer am Donnerstagabend veröffentlichten Erklärung heißt es, die Europäische Union rufe zu einer gemeinsamen internationalen Reaktion auf und behalte sich das Recht vor, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehörten auch Sanktionen. An diesem Freitag werden zudem Vertreter der NATO-Staaten in einer außerplanmäßigen Sitzung über mögliche Reaktionen auf die Vergiftung Nawalnys beraten. In Deutschland wird heftig diskutiert, ob als Sanktionsmöglichkeit auch ein Baustopp für die umstrittene Gaspipeline Nord Stream 2 infrage kommen könnte.