EuGH-Urteil
EU darf Polen und Ungarn Mittel kürzen – doch Brüssel zögert
Der umstrittene neue Rechtsstaatsmechanismus der EU ist rechtskräftig und kann sofort angewandt werden. Dies hat der Europäische Gerichtshof (EuGH), das höchste EU-Gericht, am Mittwoch in Luxemburg entschieden.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach zwar gestern im EU-Parlament, aber nicht zum EuGH-Urteil in Sachen Rechtsstaatsmechanismus Foto: Jean-François Badias/AP/dpa
Dem EuGH-Urteil zufolge kann die EU-Kommission für Mitgliedstaaten bestimmte Finanzmittel einbehalten, wenn Verstöße gegen demokratische Rechte und Freiheiten vorliegen und dadurch Schaden für das EU-Budget droht. Die Klagen aus Ungarn und Polen wurden zurückgewiesen.