Corona-Wiederaufbaufonds

EU-Rechnungshof entdeckt Sicherheitslücke im Mega-Milliarden-Projekt

Stimmen die Maßnahmen des Corona-Wiederaufbaufonds mit nationalem und europäischem Recht überein? Wie soll im Falle des Nichterreichens von Zielen reagiert werden? Laut EU-Rechnungshof sind diese Fragen nicht geklärt. Dessen Vorsitzender attestiert der EU-Kommission gar eine „Lücke“ bei der Gewährleistung ordnungsgemäßer Mittelverwendung sowie einen „Mangel an Rechenschaftspflicht auf EU-Ebene“.

Die EU-Kommission um Präsidentin Ursula von der Leyen hatte den Corona-Aufbaufonds der Europäischen Union 2021 genehmigt

Die EU-Kommission um Präsidentin Ursula von der Leyen hatte den Corona-Aufbaufonds der Europäischen Union 2021 genehmigt Foto: Olivier Matthys/AP/dpa

Die Messlatte legte der Präsident des EU-Rechnungshofes, Tony Murphy, selbst bewusst auf, als er am Mittwoch auf das Mega-Milliarden-Projekt der EU, den mit 724 Milliarden Euro gefüllten Corona-Wiederaufbaufonds, zusteuerte: „Die Bürgerinnen und Bürger werden neuartigen EU-Finanzierungen nur dann Vertrauen entgegenbringen, wenn sie sicher sein können, dass ihr Geld ordnungsgemäß ausgegeben wird“, gab der vormalige irische Wirtschaftsprüfer zu bedenken, als er den 40-seitigen Prüfbericht der Luxemburger Behörde vorstellte. Das Ergebnis: Die Kommission hat zwar in großem Tempo doppelte und dreifache Sicherungen eingebaut, doch eine große Lücke übersehen. Daraus entstehe ein „ernstes Risiko für die finanziellen Interessen der EU“.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren