Bulgarien
Drohnenattacken kurz vor Präsidentschaftswahl bringen Amtsinhaberin Jotowa in Bedrängnis
Nach den blutigen Drohnenattacken auf zwei Frachtschiffe vor Bulgariens Küste gerät kurz vor den Präsidentschaftswahlen Amtsinhaberin Ilijana Jotowa unter Druck: Ihre Konkurrenten werfen der Vertrauten des russophilen Premiers Rumen Radew vor, zu spät und zu lasch zu reagieren.
Besatzungsmitglieder eines der Handelsschiffe, die am Dienstag mit Drohnen angegriffen wurden, kommen im bulgarischen Hafen in Warna an Foto: AFP
Nur einige auf dem Wasser treibende Rettungsringe sind von dem vor der bulgarischen Schwarzmeerküste gesunkenen und im afrikanischen Togo registrierten Frachter „Alfa Watan“ geblieben: Die Drohnenattacke in den frühen Morgenstunden brachte der verschollenen Besatzung am Dienstag den Tod.
Mehr Glück hatten die 18 Seeleute des ebenfalls in den Gewässern von Bulgariens maritimer Sonderwirtschaftszone in der Nacht zum Dienstag von Drohnen in Brand geschossenen Weizenfrachters „Able“, die von einer bulgarischen Fähre gerettet werden konnten. Am Tag zuvor waren zwei Besatzungsmitglieder eines türkischen Frachters bei einer russischen Drohnenattacke vor der Küste Rumäniens ums Leben gekommen.