Tschechien
Dramatischer Einbruch der Linksparteien bei den Regionalwahlen
Bei den Regionalwahlen in Tschechien konnte die in Prag regierende Bewegung ANO zwar in zehn der dreizehn Bezirke die meisten Stimmen auf sich vereinigen, doch zum Regieren wird dies wohl nicht ausreichen. Bündnisse der Opposition wollen eine Führung der „Bewegung unzufriedener Bürger“ (ANO) von Andrej Babis verhindern. Dies könnte deutliche Folgen bei den Parlamentswahlen im kommenden Jahr nach sich ziehen. Auch bei den parallel abgehaltenen Teilwahlen zum Senat konnte sich ANO nicht durchsetzen.
Premierminister Andrej Babis könnte bei den Parlamentswahlen im kommenden Jahr der derzeitige Koalitionspartner wegbrechen Foto: dpa/CTK/Michaela Oihova
Die nach den Bezirken aufgeteilte Wahlkarte Tschechiens vermittelt auf den ersten Blick ein falsches Bild: Von den 13 Regionen sind zehn mit dem tiefdunklen Blau der „Bewegung unzufriedener Bürger“ (ANO) markiert. Die übrigen drei gingen an die Bürgerinitiative Liberecer Bezirk, Mittelböhmen an die Bürgermeisterbewegung (STAN) und Bezirk Hradec Kralove an ein Bündnis aus Bürgerdemokraten (ODS) und STAN.