Tageblatt-Reportage
Die namenlosen Gräber von Van: Von der gefährlichen Reise vieler Afghanen in die Türkei
Im Osten der Türkei entstehen neue Gräber. Die meisten Grabsteine tragen keinen Namen. Es sind letzte Zeugnisse der Angst vieler Afghanen vor den Taliban. Einer Angst, die sie aus ihrem Land getrieben hat. Reporterin Liz Cookman ist für das Tageblatt in die Region gereist.
Gräber ohne Namen in Van: Auf einigen steht nur „Baby, allein“ Foto: AFP/Ozan Kose
Zwischen langem, trockenem Gras und Disteln, am äußersten Ende eines Friedhofs am Rande der osttürkischen Stadt Van, liegt ein besonderer Ort. Er beherbergt die Gräber nicht identifizierter Migranten. Es ist, fernab ihrer kriegszerrissenen Heimat, die letzte Ruhestätte vieler Afghanen.