Österreich

Die geopolitische Schockwirkung auf die Verteidigungspolitik lässt schon wieder nach

Das neutrale Österreich hat einiges zur Entkräftung des Vorwurfs der sicherheitspolitischen Trittbrettfahrerei getan. Doch die Landesverteidigung stößt beim Abbau der gravierendsten Mängel schon wieder an altbekannte Grenzen.

Soldaten des österreichischen Bundesheeres bei einer Übung im vorigen Jahr

Soldaten des österreichischen Bundesheeres bei einer Übung im vorigen Jahr Foto: Hans Klaus Techt/APA/dpa

Wladimir Putins „militärische Spezialoperation“ in der Ukraine und danach Donald Trumps geopolitische Tiraden bewirkten auch in Österreich einen heilsamen Schock. Die gerade hier so gern gelebte Illusion vom Frieden schaffen ohne Waffen, war nicht mehr zu halten. Experten redeten Klartext: „Wir befinden uns in Europa im Kriegszustand“, warnte Brigadier Ronald Vartok, Leiter der Direktion Verteidigungspolitik und internationale Entwicklung, schon bei der Präsentation des „Risikobildes 2025“. Die Lage hat sich seither nicht verbessert. Auch das aktuell, jährlich vom Verteidigungsministerium herausgegebene „Risikobild“ enthält keine Entwarnung.

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