Remigration
Die extreme Rechte auf dem Weg zur kulturellen Hegemonie
Die 42. Ausgabe des „Festivals des migrations, des cultures et de la citoyenneté“ an diesem Wochenende fällt in eine Zeit, in der das Thema Migration dauerhaft präsent ist und dabei vor allem von Rechtspopulisten und Rechtsextremen negativ besetzt wird. Vor allem Letztere versuchen, mit der Etablierung von Begriffen wie „Remigration“ den öffentlichen Diskurs zu verschieben.
Plakat bei einer Demonstration und Kundgebung in Rostock unter dem Motto „Solidarität statt Ausgrenzung“ gegen die AfD Foto: dpa/Stefan Sauer
Ihren Vormarsch in Europa haben die Ultrarechten nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass sie sich etwa die Flüchtlingskrise, die Pandemie und den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zunutze machen konnten. So gewann etwa die rechtsextreme Partei Rassemblement National (RN) die Europawahlen in Frankreich; in den Niederlanden wurde die Partij voor de Vrijheid (PVV) von Geert Wilders zweitstärkste Kraft; ebenso gewann in zwei ostdeutschen Bundesländern die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) die Landtagswahlen und wurde in Thüringen sogar zur stärksten politischen Kraft. Bei dem Urnengang zum österreichischen Nationalrat im Herbst wurde die FPÖ stärkste und bei der deutschen Bundestagswahl im Februar die AfD zweitstärkste Partei. Was diese Parteien verbindet, sind vor allem ihre Gegnerschaft zur Europäischen Union und ihre Ablehnung der Migration.