Nord-Stream-Sabotage

Die Profiteure hinter den Pipeline-Spekulationen

Gerade noch hat sich ein US-Reporter auf die USA als Urheberin der Anschläge auf die deutsch-russische Gaspipeline festgelegt, da weisen Berichte auf deutsche und ukrainische Spuren. Die Spekulationen haben viel mit der gespaltenen Sicht auf den Krieg zu tun. Und mit dem Gegensatz der Interessen.

Das vom dänischen Verteidigungskommando zur Verfügung gestellte Foto zeigt das „Nord Stream 2“-Gasleck in der Nähe von Bornholm aus der Luft

Das vom dänischen Verteidigungskommando zur Verfügung gestellte Foto zeigt das „Nord Stream 2“-Gasleck in der Nähe von Bornholm aus der Luft Foto: dpa/Danish Defence Command

Na klar, es sollen die Russen gewesen sein, die drei der vier Nord-Stream-Röhren in der Ostsee gesprengt haben. Oder doch eher die Briten? Sicherlich aber die Amerikaner? Dabei führen die Spuren doch nach Deutschland? Letztlich aber zu pro-ukrainischen Gruppen? Die Spekulationen um Pipeline-Sabotage in der Nacht zum 26. September vergangenen Jahres drehen sich wie eine Kompassnadel unter Annäherung eines Magneten von verschiedenen Richtungen. Tatsächlich hat die teils aufgeregt geführte Debatte viel mit den jeweiligen Orientierungsmustern zu tun, die in unterschiedlichste Richtungen tendieren. Sie ist also typisch für die Wahrnehmung eines Krieges, wie man sie sich derart gespalten vor dem 24. Februar letzten Jahres kaum hätte vorstellen können.

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