Ukraine-Krieg

Die NATO-Sicht auf die Leopard-Entscheidung

Die NATO-Staaten reagieren ausgesprochen positiv auf die deutsche Zusage bei den Leopard-Kampfpanzern. Doch die Entscheidung hat nur den Charakter eines Zwischenschritts. Auch andere müssen liefern. Und die Herausforderung wächst.

Diese Panzer werden der Ukraine angeboten: britischer „Challenger“ (o.l.), französischer „Leclerc“ (o.r.), deutscher „Leopard“ (u.l.) und US-amerikanischer „Abrams“

Diese Panzer werden der Ukraine angeboten: britischer „Challenger“ (o.l.), französischer „Leclerc“ (o.r.), deutscher „Leopard“ (u.l.) und US-amerikanischer „Abrams“ Foto: AFP

Mit einem begeisterten „Yee-haw“ im amerikanischen Cowboy-Stil reagiert der ukrainische Vize-Außenminister Andrij Melnyk. Auch bei den NATO-Staaten herrscht Erleichterung über die Entscheidung der deutschen Bundesregierung, sowohl der Lieferung von modernen Leopard-2-Kampfpanzern durch Partner zuzustimmen als auch selbst ein Leo-Paket auf den Weg zu bringen: Ausstattung für ein Bataillon inklusive 14 Panzern, Schulung der Besatzung, Munition und Wartung – der Chor der Danksagungen unter NATO-Regierungschefs ist am Mittwoch vielstimmig. Seit vielen Wochen war das von Deutschland spätestens beim Ramstein-Treffen der Vorwoche erwartet worden. Nun gibt es die willkommene Gelegenheit, die drohende Spaltung der NATO vom Tisch zu kehren. Verdrängt werden zunächst die Gedanken, die um deutsche Zögerlichkeit gekreist hatten.

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