Jubiläum

Die Mütter der Nation: Im britischen Königshaus wächst die Bedeutung der Frauen, allen männlichen Thronfolgern zum Trotz

Als Königin Victoria 1897 ihr 60. Thronjubiläum beging, standen drei Generationen zu ihrer Nachfolge bereit: ihr Sohn Bertie, der spätere Edward VII (1901-10); ihr Enkel George, der als George V das Königreich durch den Ersten Weltkrieg führte; schließlich auch schon ihre Urenkel, die Prinzen Edward, der spätere Kurzzeit-König Edward VIII (1936) und Albert, der die Monarchie nach der Abdankung seines älteren Bruders stabilisierte.

Prinzessin Anne ist mittlerweile nur mehr die Nummer 17 in der Thronfolge

Prinzessin Anne ist mittlerweile nur mehr die Nummer 17 in der Thronfolge Foto: Pool/AFP/Jonathan Brady

In dieser Woche bejubeln die Briten ihre Königin Elizabeth II. und deren beinahe sagenhaften 70 Jahre auf dem Thron. Wie vor 125 Jahren feiern auch diesmal drei Nachfolge-Generationen mit, und wie damals steht der britischen Monarchie, wenn sie es denn intakt durchs 21. Jahrhundert schafft, eine lange Reihe männlicher Monarchen ins Haus. Nie hat Elizabeths Sohn Charles, 73, einen Zweifel an seinem Thronanspruch zugelassen, nie hat dessen älterer Sohn William entsprechende Gedanken geäußert. Und ob der knapp 40-Jährige dereinst seinen Ruhestand als König Emeritus plant oder doch, wie seine Großmutter, in den Sielen sterben will – für die Nachfolge stehen drei gesunde Kinder bereit, allen voran der heute 8-jährige Erbprinz George.

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