Ukraine-Krieg
Die Kämpfer von Mariupol verlassen die Stahlwerk-Bunker, ihre Zukunft bleibt ungewiss
Nach mehr als 75 Tagen in den Bunkern unter dem Stahlwerk bleibt die Zukunft der letzten Verteidiger der ukrainischen Hafenstadt Mariupol unklar. Viele sollen in pro-russische Separatistengebiete evakuiert worden sein. Doch es gibt auch ein gutes Zeichen: Kiew und Moskau verhandeln miteinander.
Ein russischer Soldat durchsucht einen ukrainischen Infanteristen nach der Evakuierung Foto: AFP/Russisches Verteidigungsministerium
Nach der Evakuierung Dutzender Soldaten aus dem Asovstal-Werk in Mariupol ist am Mittwoch ein heftiger Streit zwischen Moskau und Kiew entbrannt. Laut russischen Angaben haben sich alleine in der Nacht auf Mittwoch 694 Soldaten in dem seit 1. März umzingelten Industriegelände ergeben. „Niemand hat sich ergeben“, protestierte indes das Verteidigungsministerium in Kiew. Es würde weiterhin in aller Ruhe und unter Geheimhaltung daran gearbeitet, alle „Helden von Mariupol“ lebend zu retten, hieß es in Kiew.