Biodiversitätsgipfel COP 17

Die Biodiversität schwindet, während die Welt verhandelt

Lebensräume werden versiegelt, Arten verschwinden, und das ökologische Gleichgewicht gerät zunehmend aus den Fugen. Dennoch bleiben die Erfolge im Natur- und Artenschutz vor dem Biodiversitätsgipfel in Eriwan überschaubar.

Seit Anfang der Woche wird in Armenien über die globalen Biodiversitätsziele debattiert

Seit Anfang der Woche wird in Armenien über die globalen Biodiversitätsziele debattiert Foto: AFP

Laut dem ersten nationalen Biodiversitätsbericht („La biodiversité en chiffres“) hat sich die ökologische Qualität der Wälder und Gewässer Luxemburgs drastisch verschlechtert. Der Anteil gesunder Bäume beträgt gerade mal 15 Prozent. Zudem befindet sich nicht ein Luxemburger Oberflächengewässer in einem guten Zustand. Vor dem UN-Gipfel in Armenien fällt auch die Bilanz der CSV-DP-Regierung ernüchternd aus. Statt die Biodiversität zu schützen, sieht die Reform des Naturschutzgesetzes vor, den Schutz von Arten und Grünflächen zugunsten schnellerer Bauvorhaben aufzuweichen.

Damit sägt sie an dem Ast, auf dem Wirtschaft und Gesellschaft sitzen. Denn so viel ist wissenschaftlich erwiesen: „Gesunde Ökosysteme sind unverzichtbar für unsere Volkswirtschaften, nachhaltige Arbeitsplätze, die Beseitigung von Armut sowie die Eindämmung des Klimawandels“, so die Feststellung der Europäischen Kommission.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren