Rat der EU-Außenminister

Die 27 setzen auf weitere Sanktionen gegen Russland

Die EU hat rund 1.600 Personen und Unternehmen in Russland am Montag auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Nur weiterer Druck auf das Land könne dazu führen, dass Russland den Krieg beendet, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas im Gespräch mit dem ukrainischen Außenminister Andrii Sybiha

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas im Gespräch mit dem ukrainischen Außenminister Andrii Sybiha Foto: European Union/Frederic Sierakowski

Die Anzahl an russischen Unternehmen, Organisationen und Staatsbürgern, die sich mittlerweile wegen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine auf der Sanktionsliste der EU befinden, ist nun auf 4.600 gestiegen. Mit den jetzigen Neuzugängen wollten die Europäer sich vor allem auf den militärisch-industriellen Komplex in Russland fokussieren, sagte die EU‑Außenbeauftragte in Bezug auf die hohe Zahl an Sanktionierten. Unter den 1.600 seien daher 826 russische Unternehmen und 743 Einzelpersonen aus den Chefetagen dieser Unternehmen. Diese Firmen stünden für einen jährlichen Gesamtumsatz von mindestens 20 Milliarden Euro und würden mehr als 250.000 Menschen beschäftigen.

Die Auswahl der zu sanktionierenden Personen und Unternehmen sei vor allem auf Angaben von EU-Mitgliedstaaten sowie Nachrichtendiensten zurückgegangen. Die Betroffenen seien vor allem an der Produktion von Drohnen und Raketen, die gegen die Ukraine eingesetzt werden, beteiligt. Doch auch Verantwortliche für die jüngst in den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten abgehaltenen „Scheinwahlen“ seien auf die Sanktionsliste gesetzt worden, sagte Kaja Kallas.

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