Ukraine-Konflikt

Deutschlands Kanzler Scholz zu Besuch im Kreml

„Die Lage ist nicht aussichtlos“, sagt Olaf Scholz im Kreml. Den Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine nutzt Moskau, um seine Forderungen nach Sicherheitsgarantien voranzubringen – und gibt es unverhohlen zu.

Auf Distanz: Wladimir Putin (l.) empfing gestern Olaf Scholz im Kreml

Auf Distanz: Wladimir Putin (l.) empfing gestern Olaf Scholz im Kreml Foto: Mikhail Klimentyev/Sputnik/AFP

Aus Kiew über Berlin nach Moskau: Der deutsche Kanzler Olaf Scholz war zu einer schwerwiegenden Mission aufgebrochen. Reden, vermitteln, Frieden erhalten in Europa, während Russland an seiner Grenze zur Ukraine Zehntausende Soldaten samt schwerem militärischen Gerät positioniert hat. Moskau empfängt den 63-Jährigen mit viel Sonnenschein. Und einer Vorsicht, weil der Neue im Kanzleramt der russischen Führung noch fremd ist. Einfach der nächste Besucher aus Europa, der herausfinden will, was der Kreml vorhat mit seinen Truppen. Die Türen dafür, da wird Moskau gar nicht müde, es zu betonen, sie stünden stets weit offen – für einen „Dialog auf Augenhöhe“. „Die diplomatischen Möglichkeiten sind bei weitem nicht ausgeschöpft“, sagt Scholz bei der Pressekonferenz nach knapp drei Stunden Gespräch. Er greift damit die Aussage des russischen Außenministers Sergej Lawrow bei seinem Treffen mit Putin am Tag zuvor auf.

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