Deutschland
Der ewige Zank: Führungsstreit bei der Linken geht weiter
Die Linke findet als selbst erklärte „einzige Friedenspartei im Bundestag“ vor allem eines nicht: Frieden mit sich selbst. Der Ärger zwischen Parteiführung und Fraktionsspitze schwelt weiter – auf Wiedervorlage beim Parteitag.
Dietmar Bartsch und Amira Mohamed Ali, die Fraktionsvorsitzenden der Linken, haben ihre Schwierigkeiten mit der Parteispitze Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Irgendwann muss doch Ruhe einkehren. Irgendwann. Doch auch dieses Jahr hat für die Linke wieder unruhig begonnen. Die nach eigenem Verständnis „einzige Friedenspartei im Deutschen Bundestag“ findet vor allem eines nicht: ihren Frieden mit sich selbst. Nach der verlorenen Bundestagswahl mit einem Absturz von 9,2 auf 4,9 Prozent hatte der Linken nur eine Sonderregel den Wiedereinzug in Fraktionsstärke in den Bundestag ermöglicht, weil sie drei Direktmandate gewann. Seither geht der Streit über die Ursachen des desolaten Wahlergebnisses weiter. Und er hört nicht auf. Parteispitze und Fraktionsführung können gewissermaßen auf den jeweils anderen zeigen, weil sowohl die Partei mit der Co-Vorsitzenden Janine Wissler wie auch die Fraktion mit ihrem Co-Vorsitzenden Dietmar Bartsch das Spitzenduo für die Bundestagswahl gestellt hat. Jeder hat also seinen Part.