Ostafrika
Der Wettlauf mit den Heuschrecken – schlimmste Plage seit Jahrzehnten
Seit Jahrzehnten hat Ostafrika keine so schlimme Heuschreckenplage gesehen. Die Maßnahmen, die ergriffen werden, reichen nicht aus - es steht eine zweite Invasion bevor. Wie sind derartige Plagen zu bekämpfen? Wissenschaftler aus Konstanz suchen in Kenia Antworten.
Die Doktorandin Inga Petelski fängt mit einem Netz Heuschrecken, um mit ihnen Tests durchzuführen. In Ostafrika herrscht derzeit die schlimmste Heuschreckenplage seit Jahrzehnten. Foto: Gioia Forster/dpa
Gräser, Büsche und Akazienbäume bedecken die Landschaft Samburus. Heuschrecken sind keine zu sehen. Es herrscht Stille. Wo sind die Insekten, die hier im Norden Kenias in schier apokalyptischem Ausmaß über die Landschaft hergefallen sind? Erst bei genauem Hinsehen zeigt sich: Der gelbgrüne Grasteppich ist gar keiner, es sind Wüstenheuschrecken, dicht an dicht. Zu Tausenden und Abertausenden wuseln sie über den Boden. Gelbgrün mit schwarzen Punkten bedecken sie die kahle, trockene Erde. Geht man auf den Insektenteppich zu, bricht Panik aus; die Heuschrecken hüpfen weg, retten sich auf Sträucher und unter Bäume.