Polen

Der EU-skeptische Wahlsieger Nawrocki kann viel Sand ins Getriebe streuen

In Polen ist ein rechtsnationaler Historiker, der die Unterstützung Polens für die Ukraine in Frage stellt, zum Präsidenten gewählt worden.

Das Wahlresultat war denkbar knapp, doch am Ende lag Karol Nawrocki (l.) eine Nasenspitze vor Rafal Trzaskowski

Das Wahlresultat war denkbar knapp, doch am Ende lag Karol Nawrocki (l.) eine Nasenspitze vor Rafal Trzaskowski Fotos: Wojtek Radwanski und Sergei Gapon/AFP

Kaum hatte sich der liberale Regierungskandidat Rafal Trzaskowski am Sonntagabend nach Bekanntgabe der äußerst knapp positiven Exitpoll zum Wahlsieger erklärt, verließ Premierminister Donald Tusk die Siegesfeier im Ethnographischen Museum. Polens überzeugtester Europäer ergriff am Wahlabend in Warschau nie das Wort. Dies hätte den euphorisierten Liberalen zu denken geben sollen. Stattdessen gossen die Falken in Tusks Bürgerplattform (PO) in den TV-Wahlstudios und Online Häme über den von der Oppositionspartei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) unterstützten Präsidentschaftskandidaten Karol Nawrocki (parteilos) und dessen Wähler aus.

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