NATO
Das transatlantische Bündnis steht vor Umwälzungen
Nichts wird so sein wie vor dem russischen Angriff. Ganz gleich, wie der Krieg in der Ukraine ausgeht, steht die NATO vor allem in Europa vor großen Umwälzungen. Die Europäer werden mehr auf dem eigenen Kontinent schultern und Mitverantwortung auch in Afrika und Asien übernehmen müssen.
Der neue NATO-Generalsekretär Mark Rutte wird mehr Verteidigungsanstrengungen von den Europäern einfordern Foto: AFP/Simon Wohlfahrt
Wenn die Verteidigungsminister der 32 NATO-Staaten an diesem Donnerstag und Freitag in Brüssel zum Herbsttreffen zusammenkommen, dann hat das nur oberflächlich den Anstrich von Routine. Schauen, wo wir stehen bei der Selbstverpflichtung, die NATO verteidigungsfähiger zu machen, hören, was der ukrainische Amtskollege über die Situation an den Fronten und die Pläne für die nächsten Monate zu berichten hat, beobachten, welche Akzente der neue NATO-Generalsekretär Mark Rutte in den internen Sitzungen setzt. Doch unter dieser Oberfläche brodelt es gewaltig, denn den meisten ist klar, dass die transatlantische Verteidigungsorganisation tiefgreifende Umwälzungen schaffen muss, wenn der Westen angesichts der angehäuften globalen Bedrohungen und Herausforderungen überhaupt noch eine Zukunft mit Sicherheit und Wohlstand haben soll.