Reportage

Das Tageblatt auf der verbotenen Pride in Ungarn: Hunderttausende senden klares Zeichen gegen Orban

Mit so viel Erfolg hatten die Organisatoren der Pride in Budapest nicht gerechnet: Mehr als 180.000 Menschen schlossen sich dem Protestzug an – während Gegendemos nahezu vollständig ausblieben. Es ist ein Schlag ins Gesicht für Regierungschef Orban, der die Veranstaltung verboten hatte. Das Tageblatt berichtet von den Eindrücken vor Ort.

Orbans Pride-Verbot hat hunderttausende Menschen auf die Straße getrieben, darunter auch die luxemburgischen EU-Abgeordneten Tilly Metz (l.) und Marc Angel (r.)

Orbans Pride-Verbot hat hunderttausende Menschen auf die Straße getrieben, darunter auch die luxemburgischen EU-Abgeordneten Tilly Metz (l.) und Marc Angel (r.) Fotomontage: Editpress

Nervosität lag am Samstagmorgen in der Luft, als sich die angereisten 70 Europaabgeordneten von vier Fraktionen (Progressive Allianz der Sozialdemokraten, Renew Europe, Die Grünen und Die Linke) sowie zahlreiche Vertreter nationaler Parlamente aus ganz Europa versammelten. Unter ihnen auch die luxemburgischen EU-Abgeordneten Tilly Metz und Marc Angel, die zu dieser Pressereise eingeladen hatten. Von den Politikerinnen und Politikern war bei dieser und weiteren Veranstaltungen am Morgen immer wieder dieselbe Botschaft zu hören: Viktor Orbans Verbot der Pride sei ein Verstoß gegen das Europarecht, ein Angriff auf die Zivilgesellschaft und eine Untergrabung der Menschenrechte. Die EU-Kommission und Ursula von der Leyen müssten endlich gegen Orban vorgehen.

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