Umweltbedenken

Das Rennen um Rohstoffe in der Tiefsee ist eröffnet

Der potenzielle Schatz Deutschlands liegt in 4.000 bis 5.000 Metern Tiefe im Pazifik. Dort befinden sich zwischen Hawaii und Mexiko in einem deutschen Lizenzgebiet nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in großer Menge sogenannte Manganknollen, die Kupfer, Kobalt, Nickel, Mangan und teilweise weitere Metalle enthalten.

Im Rohstofflabor des Tiefseeforschungsschiffes „Sonne“ liegen Manganknollen in einer Schale

Im Rohstofflabor des Tiefseeforschungsschiffes „Sonne“ liegen Manganknollen in einer Schale Foto: dpa/Ingo Wagner

„Das macht sie attraktiv – und das könnte sie wettbewerbsfähig machen, trotz der hohen Energiekosten, um sie aus 4.000 oder 5.000 Meter Tiefe zu holen“, sagt BGR-Expertin Annemiek Vink. Im weltweiten Rennen um Rohstoffe wirkt das in der Öffentlichkeit kaum bekannte, riesige Explorationsgebiet Deutschlands wie eine Lösung vieler Probleme. So ist Kobalt heiß begehrt für Hightech-Produkte. Und es gibt bereits erprobte Technologien wie hydraulische Kollektoren, um die Knollen am Meeresboden einzusammeln. Länder wie die Pazifik-Insel Nauru drängeln, bereits im Juli den Startschuss für den ersten Mangan-Knollen-Abbau in internationalen Gewässern im Pazifik zu geben. Doch die deutsche Regierung und Experten sind zurückhaltend.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren