Volksabstimmung

Dänen stimmen für Beteiligung ihres Landes an der gemeinsamen EU-Verteidigungspolitik

Im Windschatten des finnischen und schwedischen NATO-Beitritts hat auch Dänemark in einer Volksabstimmung eine Abseitsposition geräumt: Nach drei Jahrzehnten Sonderstatus wollen die Dänen nun in alle Verteidigungsstrukturen der EU hinein.

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (mit Rosenstrauß) und Politiker der Regierungskoalition warben am Mittwoch im Zentrum der Hauptstadt mit Plakaten für ein Ja bei einer Volksabstimmung über die EU-Verteidigungspolitik

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (mit Rosenstrauß) und Politiker der Regierungskoalition warben am Mittwoch im Zentrum der Hauptstadt mit Plakaten für ein Ja bei einer Volksabstimmung über die EU-Verteidigungspolitik Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix/AP/dpa

Wenn es um Integration in die EU geht, waren die Dänen über Jahrzehnte stolz auf ihren Sonderstatus. Gemeinsamer Markt ja, aber bitte keinen Euro, bitte keine Justiz- und Polizeizusammenarbeit und vor allem: bitte keine gemeinsame Militärpolitik. Putin hat auch das verändert. Holten sich frühere Regierungschefs bei ihren Landsleuten stets blutige Nasen, wenn sie Dänemark wieder mehr in die EU-Strukturen bringen wollten, wurde die aktuelle Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nun für ihren Mut belohnt, ein Jahr vor den Wahlen die Dänen über das Ende ihres Sonderstatus außerhalb der EU-Sicherheitsstrukturen abstimmen zu lassen: Zwei Drittel der Dänen folgten ihr.

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