Asyl
„Covid hat alles verzögert“: Die Pandemie beeinflusst auch die Migration nach Europa
Als die Corona-Welle die Welt überrollte, machten Staaten überall auf dem Globus dicht. Dies traf viele Migranten besonders hart. Manche blieben unterwegs stecken, andere brachen gar nicht erst auf. Welche Folgen das Virus längerfristig haben wird, ist offen.
Griechenland, Katakolo: Migranten verlassen ein Schiff nach einer Operation der griechischen Küstenwache im Hafen von Katakolo. Foto: dpa/AP/ilialive.gr/Giannis Spyrounis
Boubacar Badji träumt von Europa. Der Senegalese wollte sich eigentlich auf die lange und gefährliche Reise gen Norden machen – doch dann kam die Corona-Pandemie. „Covid hat alles verzögert, weil ich zwei Monate lang keine Arbeit hatte“, sagt der 33-Jährige. Keine Arbeit bedeutet kein Geld, und eine Bootsüberfahrt auf die spanischen Kanaren oder die Reise mithilfe von Schleusern durch die Sahara und weiter nach Europa ist teuer. Doch aufgeben will er seine Pläne, seine Heimat Ziguinchor im Westen Senegals endlich hinter sich zu lassen, nicht. „Es gibt keine richtigen Jobs, wir sind arm“, sagt er. „Hier zu bleiben, ist zu schwer.“