Pressefreiheit
Chinas Sicherheitsbehörde in Hongkong bestellt internationale Medienvertreter ein
Ein Brand in Hongkong führt zu 159 Toten. Nun bestellt die Sicherheitsbehörde internationale Medien ein. Allerdings nicht, um über den Vorfall aufzuklären.
Ein Mann tröstet eine Frau am Ort des tödlichen Brandes im Wang Fuk Court, einer Wohnsiedlung im Stadtteil Tai Po in den New Territories von Hongkong Ng Han Guan/AP/dpa
Die chinesische Sicherheitsbehörde in Hongkong hat am Samstag führende Vertreter internationaler Medien, darunter der Nachrichtenagentur AFP, zu einem „regulierenden Gespräch“ einbestellt. Einige von ihnen hätten in den Berichten über die Brandkatastrophe in einem Hochhauskomplex und die bevorstehenden Wahlen zum Stadtparlament falsche Informationen verbreitet und die Regierung beschmutzt, hieß es in einer Erklärung, die ein Behördenvertreter vor den Medienvertretern verlas und die anschließend auf der Website der Behörde veröffentlicht wurde.