Währungsunion
Bulgarien will Beitritt zum Euro-Raum wegen Corona-Krise beschleunigen
Angesichts der Corona-Krise will Bulgarien schneller als bisher vorgesehen in den Euro-Raum, um von den Finanzhilfen in dem Währungsverbund profitieren zu können. "Diejenigen, die in der Euro-Zone sind, werden Milliarden zur Verfügung haben", sagte Bulgariens Regierungschef Boiko Borissow am Samstag in Sofia. Er machte deutlich, dass er daher den Antrag für den Beitrittsprozess Bulgariens zum Euroraum von Juli auf Ende April vorziehen wolle.
Vesselin Mareschki (r), Vorsitzender der bulgarischen politischen Partei Volya, und ein Abgeordneter seiner Partei tragen während der Parlamentssitzung in der bulgarischen Nationalversammlung in Sofia Schutzanzüge. Vesselin Borishev/AP/dpa
Als Vorstufe zur Integration in den Euro-Raum muss Bulgarien zunächst dem Wechselkursmechansimus II beitreten, in dem das Land zwei Jahre lang bleiben muss, bevor es die Gemeinschaftswährung einführen kann. Nach den Worten von Borissow eröffnet aber bereits der Beitritt zum Wechselkursmechanismus II die Möglichkeit, europäische Kredite zu erhalten. Dies sei der einzige Weg, "damit unser Land aus der Krise kommt", sagte er.