Regierungsbildung gescheitert
Bulgarien droht dritte Parlamentswahl des Jahres
Erneut ist in Bulgarien eine Regierungsbildung gescheitert. Nachdem die populistische Protestpartei ITN im letzten Moment ihr Schattenkabinett zurückgezogen hat, droht dem Balkanstaat die dritte Parlamentswahl des Jahres: Der Urnengang könnte mit den Präsidentschaftswahlen im Herbst steigen.
Der Chef der populistischen Protestpartei Slawi Trifonow schaffte es nicht eine Regierung zu bilden Foto: Handout/ 7/8 TV /AFP
Für die selbst verursachte Not sind auch beim EU-Sorgenkind Bulgarien immer die anderen schuld. Die Entscheidung der potenziellen Partner, das von ihm vorgeschlagene Kabinett nicht zu unterstützen, sei ein „Verrat“, polterte in dieser Woche Bulgariens selbst ernannter Staatserneuerer Slawi Trifonow, der Chef der populistischen Protestpartei ITN: „Wir werden keinerlei Schattenkabinett zur Wahl stellen, sondern in neue Wahlen ziehen.“