Corona-Krise

Boom für Sargfabrikanten: In Spanien blüht das Geschäft mit den Toten

In Spanien blüht das Geschäft mit den Corona-Toten. Die spanischen Sargfabrikanten müssen angesichts der vielen Virus-Todesopfer Sonderschichten einlegen. Und manche Bestattungsunternehmen nutzen die Epidemie, um die Hinterbliebenen mit überhöhten Preisen und fragwürdigen Zuschlägen, etwa für „eine Vakuumverpackung des Verstorbenen“, übers Ohr zu hauen. Auch wurde für die Organisation von Beerdigungen abkassiert, die gar nicht stattfanden, weil sie derzeit weitgehend verboten sind.

Menschenleere Gran via in Madrid: Auch Spanien versucht mit einer strengen Ausgangssperre die Situation in den Griff zu bekommen 

Menschenleere Gran via in Madrid: Auch Spanien versucht mit einer strengen Ausgangssperre die Situation in den Griff zu bekommen  Foto: AFP/Javier Soriano

„Am Coronavirus zu sterben, ist teuer“, sagt Pepe Jordana, dessen 86-jährige Mutter in einem Madrider Krankenhaus verstarb. „Es ist schrecklich, dass sich manche an diesen tragischen Ereignissen bereichern.“ Mehr als 5.000 Euro habe der Bestatter verlangt. Unter anderem habe man ihm einen „hermetischen Sarg“ aufgedrängt, der gesetzlich gar nicht vorgeschrieben war. Und der nur für den Transport vom Hospital zum Krematorium diente, wo die sterblichen Überreste eingeäschert und in eine Urne gefüllt wurden. Es war ein stiller Express-Abschied ohne die übliche große Bestattungsfeier, die wegen des geltenden Notstandsrechts verboten ist.

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