Idlib
Bomben, Kälte, Hunger: Syrien erlebt ein neues Flüchtlingsdrama
Seit fast neun Jahren herrscht in Syrien Bürgerkrieg. Seitdem haben die Menschen dort unter vielen humanitären Katastrophen gelitten. Doch die jetzige Flüchtlingswelle übertrifft alles Bisherige.
Zivilisten fliehen aus Idlib. Die Offensive syrischer Regierungstruppen auf die letzte große Rebellenhochburg um die Stadt Idlib treibt immer mehr verzweifelte Menschen in die Flucht. Nach jüngsten Angaben der Vereinten Nationen sind seit Anfang Dezember mehr als 800.000 Menschen aus der letzten großen syrischen Rebellenhochburg vertrieben worden. Foto: AP/dpa
Sie suchen Schutz, wo sie ihn nur finden können. In der nordsyrischen Asas hausen die Flüchtlinge sogar auf den Ladeflächen von Lastern, vor Kälte, Wind und Regen nur geschützt durch dünne Plastikplanen, die sie aufgespannt haben. Zum Essen hocken sie sich zwischen Pfützen auf den nassen Boden. „In diesem Lastwagen lebt eine ganze Familie“, sagt Rafad Kinnu, Mitarbeiter der deutschen Welthungerhilfe in Asas, auf einem Video, das er gefilmt hat. „Weil sie keine andere Unterkunft haben.“ Ein paar Meter weiter haben andere im Matsch provisorische Plastikzelte errichtet. Die Flüchtlingslager, die sie aufnehmen könnten, sind längst überfüllt.