USA
Bidens Problem mit der illegalen Einwanderung
US-Präsident Joe Biden ist zu einem Besuch in Mexiko eingetroffen. Ein zentrales Thema ist die illegale Einwanderung aus Mittel- und Südamerika sowie den Karibikstaaten über die gemeinsame Grenze der beiden Nachbarn in die USA. Das Thema ist in den vergangenen Monaten hochgekocht, denn die USA erleben seit geraumer Zeit einen beispiellosen Ansturm von Migranten. Zahlreiche US-Gemeinden und Städte entlang der mehr als 3.000 Kilometer langen Grenze schlagen mittlerweile Alarm.
Soldaten des US-Militärs halten Migranten davon ab, die Grenze zu überqueren Foto: Christian Chavez/AP/dpa
Biden steckt in der Zwickmühle. Denn einerseits sieht er sich mit Forderungen konfrontiert, die illegale Einwanderung einzudämmen. Andererseits wird von einem nicht unerheblichen Teil seiner Anhängerschaft erwartet, dass er wie versprochen endlich eine echte Neuausrichtung der Einwanderungspolitik auf den Weg bringt, ohne humanitäre Aspekte zu vernachlässigen. Die Problematik zählt jedoch zu den heißesten Eisen in der US-Politik. Mehrere Reformversuche scheiterten in den vergangenen Jahrzehnten, da Demokraten und Republikaner einfach keinen wirklichen gemeinsamen Nenner finden und häufig sich auch intern nicht einig sind.